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Die Astronomie-Seiten von Mario Weigand

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Sonne

Die Sonne ist der einzige Stern, den wir im Detail studieren können und das sogar bereits mit relativ einfachen Mitteln.

Amateurastronomen haben heute vielfältige Möglichkeiten unser Zentralgestirn mit unterschiedlichen Filtertechniken zu beobachten. Die Sonne ist ein hoch aktives Objekt, dessen Oberfläche sich schnell verändert. Damit gibt sich die Möglichkeit, die Dynamik eines Sterns – faszinierende Vorgänge in der Sternatmosphäre – in verschiedenen Wellenlängenbereichen zu beobachten.

Hier sind alle meine Sonnenfotos archiviert. Sie sind geordnet nach Aufnahmetechnik, bzw. nach dem Wellenlängenbereich (Weißlicht, Hα-Linie, CaK-Linien). Auch Bilder von Sonnenfinsternissen sind hier zu finden.

Die Sonne im Weißlicht  (70 Bilder)
Bei der Weißlichtfotografie werden alle Wellenlängen mehr oder weniger gleichermaßen gedämpft. Damit lassen sich Sonnenflecken und Granulation, sowie Fackelgebiete am Rand der Sonnenscheibe hervorragend beobachten und fotografieren.

Jedoch kann man auch hier selektiv vorgehen, beispielsweise können auch IR-Passfilter, oder Bandpassfilter mit einem Weißlichtfilter kombiniert werden, um den Kontrast zu verbessern. Häufig wird insbesondere an Refraktoren auch mit Grünfilter gearbeitet. mehr
NOAA-Archiv (Aktive Regionen)
Auf dieser Seite sind alle meine Fotos (Weißlicht, CaK & Hα) von aktiven Regionen (AR) auf der Sonne nach ihrer NOAA-Nummer geordnet. Die Aufnahmen einer AR sind wiederum chronologisch gelistet. Somit soll es einfacher sein, Aufnahmen einer speziellen Region zu finden. mehr
Sonne im H-Alpha-Licht  (85 Bilder)
Miniaturansicht Bei der Hα-Beobachtung betrachtet man die Sonne in einem engen Wellenlängenbereich. Die intensivste Spektrallinie im sichtbaren Bereich des solaren Absorptionspektrums ist die Hα-Linie. Ihre Wellenlänge ist 656,3 Nanometer. Mit einem sehr engbandigen Filter dessen Transmissionsfenster genau dort liegt, zeigt Strukturen in der Chromosphäre.

Ein Hα-Filter zeigt faszinierende Vorgänge in der Chromosphäre. Dazu gehören neben den mit einem Weißlichtfilter bereits sichtbaren Flecken Strukturen wie Fackeln, Flares, Filamente, Granulen, Spiculen und Protuberanzen. Wegen der großen Vielfalt und der hohen Dynamik – in einzelnen Fällen können Veränderungen innerhalb weniger Minuten beobachtet werden – ist dies ein sehr interessanter Bereich. mehr

Weitere Infos zur Hα-Beobachtung der Sonne gibt es in der Datenbank unter Hα-Beobachtung der Sonne. Darüber hinaus gibt es dort auch einen Artikel zur Sonnenfotografie in Hα mit dem Personal Solar Telescope (PST).
Protuberanzen (Hα)  (43 Bilder)
Miniaturansicht Protuberanzen sind großräumige Materieströme, die von der Chromosphäre in die Korona reichen. Sie erscheinen immer zwischen Bereichen unterschiedlicher magnetischer Polarität. Auch ihre Häufigkeit unterliegt dem elfjährigen Zyklus, wobei sie nicht immer mit Sonnenflecken assoziiert sind.

Besonders gut lassen sich diese Ausbrüche am Sonnenrand beobachten, wenn der schwarze Hintergrund für maximalen Kontrast sorgt. Beobachtet man sie vor der Sonnenoberfläche, dann sieht man sie als dunkle faserartige Filamente. mehr
Die Sonne im Licht der Kalzium K-Linie (CaK)  (42 Bilder)
Ein Kalzium-Filter zeigt die Sonne im Licht der beiden Kalzium-Spektrallinien bei 393 nm und 396 nm. Der Wellenlänge nach erhält man ein tiefblaues Bild. Im Licht der Kalziumlinien H & K wird ein Bereich der Sonnenatmosphäre sichtbar, der zwischen der Photosphäre liegt – welche man im Weißlicht beobachten kann – und der im H-alpha Licht sichtbaren Chromosphäre.

Es zeigen sich Fackeln über die gesamte Sonnenoberfläche verstreut, wobei die Konzentration der Fackeln an den Rändern der Supergranulen höher ist. Um Flecken(gruppen) erkennt man helle Zonen und ein noch stärker verdichtetes Fackelnetzwerk. Verdichtungen des fackelnetzwerkes können die Entstehung neuer Flecken ankündigen oder können als Überbleibsel nach deren Verschwinden noch eine Weile beobachtet werden. mehr

Weitere Infos zur Kalzium-Beobachtung der Sonne gibt es in der Datenbank unter Sonnenbeobachtung im Licht der Kalzium-Linien.
Sonnenfinsternisse  (159 Bilder)
Miniaturansicht Passiert der Mond möglichst zeitgleich mit der Neumondphase einen seiner Bahnknoten, dann trifft der Schattenraum des Mondes auf die Erdoberfläche und es kommt zu einer Sonnenfinsternis.

Sonnenfinsternisse gehören zu den beeindruckendsten Naturschauspielen, insbesondere totale Finsternisse. Letztere sind auch für die Astronomen am interessantesten, denn hierbei wird die Korona sichtbar, die sonst vom hellen Licht der Sonne überstrahlt wird und sich auch nicht gegen den hellen Tageshimmel durchsetzen kann. Es ist also die einzige gelegenheit für Amateurastronomen, die äußerste Atmosphäre der Sonne zu beobachten.

Wer solche Ereignisse regelmäßig beobachten will, muss jedoch um die Welt reisen, denn die Zone in der sie Totalität zu sehen ist, ist recht klein. Das Schattenbild des Mondes auf der Erde ist kleiner als das Bundesland Brandenburg. mehr
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