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Die Astronomie-Seiten von Mario Weigand

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Satelliten & ISS

Flugkörper bezeichnet man (nur) dann als Satelliten, wenn sie die Erde auf einer Umlaufbahn im Weltraum umkreisen. Alle Flugkörper, die den Erdorbit mit Fluchtgeschwindigkeit verlassen, werden Raumsonden genannt, unabhängig davon, ob sie in den Orbit eines anderen Planeten eintreten.

Die ersten Satelliten wurden in den 50er Jahren in Umlauf-bahnen um die Erde befördert. Seit dem Herbst 1957 nahm die Anzahl der Satelliten stetig zu und aktuell sind ca. 10.000 von ihnen in Erdumlaufbahnen.

Alle Satelliten, die mit dem bloßen Auge beobachtbar sind kreisen knapp über der Erdatmosphäre in 200 bis 800 Kilometern Höhe. In etwa 90 Minuten umrunden sie einmal die Erde. In diesem Bereich bewegt sich auch die Internationale Raumstation.

Einige Telekommunikations- und wissenschaftliche Forschungssatelliten kreisen auch in größeren Höhen. Diese und erst recht die noch höher kreisenden geostationären Fernsehsatelliten in ~36.000 km Enfernung von der Erdoberfläche können nur mit Teleskopen beobachtet werden.

Detailaufnahmen von ISS & Co.  (21 Bilder)
Miniaturansicht Die Internationale Raumstation kann mit Amateurteleskopen aufgelöst beobachtet und fotografiert werden! Recht gut lassen sich dabei einzelne Details, wie Module, Solarsegel und andere Aufbauten erkennen. Besonders spannend wird es, wenn ein Space Shuttle oder eine Sojus-Kapsel angedockt ist und sich die Station verändert, weil sie sich noch im Aufbau befindet.

Jedoch ist nicht nur die ISS ein lohnendes Ziel. Neben ihr können mit größeren Amateur-Teleskopen auch große Satelliten wie Envisat in grobe Einzelheiten aufgelöst werden. zu den Bildern
Geostationäre Satelliten  (7 Bilder)
Miniaturansicht" Geostationäre Satelliten stehen für einen spezifischen Ort auf der Erde immer am selben Punkt am Himmel. Bei der Fotografie oder Beobachtung schaltet man daher die Nachführung ab. Man kann dann einen oder mehrere stillstehende Sternchen beobachten, während alle anderen Sterne durch das Gesichtsfeld wandern.

Darüber hinaus zeigen Cluster, also Gruppen geostationärer Satelliten, fotografisch oft schon nach etwa 15 Minuten Eigenbewegungen, die der Stabilisierung der Bahnlage dienen. Einzelne Satelliten führen solche Bewegungen zwar auch aus, jedoch fällt dies aufgrund fehlender Vergleichspunkte nicht so schnell auf. zu den Bildern
Satellitenspuren  (4 Bilder)
Miniaturansicht Schau mal, da fliegt ein Stern! ... oder doch eine Sternschnuppe? Flugzeug? Es kommt vor, dass man nachts fliegende Sterne sieht: Satelliten. In einer Höhe, wo die kleinen Objekte noch von der Sonne beleuchtet werden, ziehen sie ihre Bahnen.

Bei einigen Tausend Satelliten in Umlaufbahnen, ohne den Weltraumschrott mit zu zählen, ist es auch keine Seltenheit mehr, am Nachthimmel ein solches Objekt zu sehen. Mit Weltraumschrott kommt man sicherlich auf die dreifache Zahl. zu den Bildern
Flares von Iridium- und anderen Satelliten  (10 Bilder)
Miniaturansicht Ein besonderer Satelliten-Typ sind die Iridium-Telekommunikationssatelliten (Satelliten-Handy's), die eine flache und sehr gut spiegelnde Antenne besitzen. Von ihnen werden die so genannten Iridium-Flares verursacht. Passen die Winkel zwischen Antenne, Sonne und Beobachter, sowie die Ausrichtung der Antenne, kann für einige Sekunden ein starker Helligkeitsanstieg, teilweise auf deutlich negative Magnituden, beobachtet werden.

Doch nicht nur Iridium-Satelliten zeigen Flares, auch bei anderen Satelliten können solche Ereignisse beobachtet werden. Wann so etwas an einem bestimmten Ort zu beobachten ist, kann auf den Webseiten calsky.de und heaven-above.com ermittelt werden. zu den Bildern
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