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Die Astronomie-Seiten von Mario Weigand

Saturn

Saturn ist der sechste Planet von der Sonne aus und mit seinem äquatorialen Durchmesser von 119.300 Kilometern der zweitgrößte im Sonnensystem. Vieles von unserem Wissen über den Planet verdanken wir den Voyager-Missionen der Jahre 1980/81.

Saturns Ringsystem macht den Planeten zu einem der schönsten Objekte im Sonnensystem. Die Ringe sind in eine Anzahl verschiedener Bereiche unterteilt, inklusive der hellen A- und B-Ringe und dem feineren C-Ring.

Das Ringsystem hat mehrere Lücken. Die wichtigste Lücke ist die Cassini-Spalte, die den A- vom B-Ring trennt. Giovanni Cassini entdeckte diese Spalte 1675. Die Encke-Spalte innerhalb des A-Rings wurde nach Johann Encke benannt, der die Spalte 1837 entdeckte. Hier gibt es Infos für die Saturn-Beobachtung!

Sichtbarkeit 2017 (1 Bild)
Miniaturansicht 2017 kulminierte Saturn zur Opposition in nur 22° Höhe und war daher selten ein lohnendes Beobachtungsziel. Noch seltener gelingen unter den Bedingungen scharfe Bilder. Lediglich am 19./20.06.2017 gab es eine gute Gelegenheit für brauchbare Aufnahmen.

Vermutlich wird es noch eine ganze Weile dauern, bis ich mich wieder mehr auf Saturn konzentrieren werde. Er wird bei der Opposition 2018 eine noch etwas geringere Höhe haben. Erst danach geht es wieder aufwärts – langsam...
Sichtbarkeit 2011 (2 Bilder)
Miniaturansicht Für die Saturn-Fans in unseren Breiten brechen langsam aber sicher härtere Zeiten an. Die Opposition fand dieses Jahr am 3. April statt und Saturn erreichte nur noch eine bescheidene Höhe von knapp über 35°.

Zumindest bot die Gutwetterphase im April auch hin und wieder gutes Seeing. In den nächsten Jahren werden die Beobachtungen jedoch schwieriger. Erst im Jahr 2026 wird er wieder den Weg über den Himmeläquator in den Nordhimmel finden!
Sichtbarkeit 2009 (1 Bild)
Miniaturansicht 2009 war das Jahr der Ringkantenstellung, die Ringe konnte man daher nur als scharfe Linie sehen. Das letzte mal stand die Erde 1995 in der Ringebene. 2009 kam Saturn im Sternbild Löwe in Opposition. 2010 wird er bereits den Himmelsäquator nach Süden überqueren.
Sichtbarkeit 2008 (6 Bilder)
Miniaturansicht Die Saison 2008 war die letzte vor der Ringkantenstellung. Die Inklination lag etwa bei 8,5° und es war schwierig die Cassini-Teilung umlaufend abzubilden. Im Februar gab es einen Sturm im Bereich der South Tropical Zone (STrZ) – eine Beobachtung und die Fotografie gelang am 19. des Monats!
Generell eignete sich der Feburar '08 gut zur Planetenbeobachtung, dank einer stabilen Gutwetter-/Hochdrucklage gab es öfters gutes Seeing. Zudem gelang im April ein first light mit einem Methanband-Filter!
Sichtbarkeit 2007 (15 Bilder)
Miniaturansicht Diese Sichtbarkeitsperiode war zunächst von schlechtem Wetter gezeichnet (mal wieder...), jedoch gab es in einigen der wenigen klaren Nächte auch sehr brauchbares Seeing und ich konnte mit verschiedenen Geräten ein paar Aufnahmen gewinnen – zum ersten Mal auch im UV!
Sichtbarkeit 2005 • 2006 (5 Bilder)
Miniaturansicht Saturn wandert nun wieder die Ekliptik herab Richtung Sommersternbilder. Die Sichtbarkeit wird sich nun zunehmend verschlechtern. Gleichzeitig kippt das Ringsystem weiter Richtung Kantenlage. 2009 wird es schließlich diese Lage erreichen und wir werden Vorbeiläufe der Saturnmonde vor dem Planet beobachten können.

Seit der letzten Opposition hat sich die Ringneigung so weit verändert, dass nach mehreren Jahren zum ersten Mal wieder die nördliche Polkappe von der Erde aus zu sehen ist. Sie hat wie auf den Aufnahmen der Cassini-Sonde eine bläuliche Färbung.
Sichtbarkeit 2004 • 2005 (6 Bilder)
Miniaturansicht Auch diese Saison war nicht besonders gut, wobei es zumindest an einigen wenigen Tagen gutes Seeing gab. Es ließ sich mehr erreichen, als zur letzten Opposition. Vor allem Anfang Februar gab es einige gute Nächte, die die Beobachtung vieler Details möglich machten.
Sichtbarkeit 2003 • 2004 (11 Bilder)
Miniaturansicht Leider war diese Saison die Zeit um die Opposition von schlechtem Wetter gezeichnet, weswegen ich von der Opposition kaum gutes Bildmaterial habe, noch weniger als bei Jupiter. In einigen Nächten konnte ich dem theoretischen Auflösungsvermögen meines Intes MK-67 jedoch sehr nahe kommen – ein guter Zeitpunkt für eine Systemvergrößerung.

Die letzte und auch beste Aufnahme dieser Saison entstand mit dem Takahashi TSC-225 einem 9" f/12 Schmidt-Cassegrain, das eine sehr gute Optik besitzt und visuell sehr scharf und kontrastreich abbildet.
Sichtbarkeit 2002 • 2003 (16 Bilder)
Miniaturansicht Einige klare Nächte haben eine fast kontinuierliche Beobachtung der Opposition möglich gemacht. Inzwischen gibt es auch einige Details zu sehen, z.B. die Cassini-Teilung und Wolkenbänder. Mit verantwortlich für den Qualitätsschub ist der Umstieg auf die Philips ToUcam Pro gewesen, die sich hervorragend bei Planeten zu Fotografie eignet.
Sichtbarkeit 2001 • 2002 (7 Bilder)
Miniaturansicht Da ich gerade erst mit der digitalen Planetenfotografie angefangen habe, sind die Ergebnisse eher dürftig ausgefallen... Die Bilder sind deswegen weder schön, noch sehr detailreich. Die Ergebnisse haben mich jedoch sehr motiviert in die Videoastronomie tiefer einzusteigen und mich mit der EBV zu beschäftigen.
Chemische Fotografie (2 Bilder)
Miniaturansicht Chemische Planetenfotografie ist äußerst schwierig und verspricht nicht so viele Details, weswegen sie durch die Webcam-Technik verdrängt wurde.
Saturn-Specials (3 Bilder)
Miniaturansicht 3D Stereobilder, Kollagen und Animationen zur Schattenwanderung, Ringkippung usw.
Interessante und weiterführende Links zum Saturn