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Die Astronomie-Seiten von Mario Weigand

Jupiter

Jupiter ist der fünfte Planet von der Sonne aus und bei weitem der größte im Sonnensystem. Er besitzt über 60 Monde, von denen vier – Callisto, Europa, Ganymed und Io – schon 1610 von Galileo Galilei beobachtet wurden.

Jupiter besitzt auch ein Ringsystem, aber es ist sehr fein und von der Erde aus völlig unsichtbar (die Ringe wurden 1979 durch Voyager 1 entdeckt).

Jupiter bietet dem Beobachter ein komplexes Wettergeschehen mit verschiedenen Strömungen, die als Bändersystem aus Wolken, sowie diverse Wirbelstürme zu beobachten sind. Das prominenteste Beispiel hierfür ist wohl der Große Rote Fleck (GRF), ein großer Wirbelsturm mit rund 25000 km Durchmesser, der schon von Galileo beobachtet wurde. Er ist enorm beständig, nur sein Längengrad ändert sich langsam, sowie sein Farbe.

Opposition 2017 (2 Bilder)
Jupiter befand sich während der Opposition 2017 inzwischen im Sternbild Jungfrau und damit südlich des Himmelsäquators. In dieser Saison gab es wieder keine wirklich guten Nächte, das Seeing spielte einfach nicht mit. Nur eine nette Abendhimmel-Ansicht ziemlich am Ende der Saison ist mir gelungen.

Leider werden die nächsten Jahre noch schwieriger. Erst im Jahr 2022 wird sich Jupiter wieder nördlich der Ekliptik befinden.
Opposition 2012 (4 Bilder)
2012 kulminierte der Riesenplanet an meinem Standort in fast 62° Höhe, was hervorragende Bedingungen versprach. Jedoch machte das Wetter weitgehend einen Strich durch die Rechnung, daher entstanden nur wenige Bilder.

Die erste Beobachtung gelang am 30. September und wieder gab es im Vergleich zum Vorjahr deutliche Veränderungen zu sehen. Nachdem vor etwas mehr als einem Jahr das SEB zurückkehrte, sind nun NTZ und NTrZ in neuem Gewand, sodass das NEB auf den ersten Blick deutlich breiter erscheint.
Opposition 2011 (21 Bilder)
Die Jupiter-Saison 2011 war nun endlich wieder eine günstige Vorstellung für die Beobachter in Mitteleuropa. Der Riesenplanet tronte in über 50° Höhe am Himmel, das versprach gute Beobachtungsbedingungen.

Die erste Beobachtung fand am 3. September statt. Gegen 3:30 kam Jupiter von meinem Balkon aus in Sichtweite. Rund eine Stunde später hing die Kamera am Teleskop und die ersten großen Veränderungen im Vergleich zum letzten Jahr wurden sichtbar: das SEB ist zurück! Das Revival begann bereits Ende 2010, war für mich jedoch unbeobachtbar.
Opposition 2010 (8 Bilder)
Vier Jahre habe ich nun keine Kamera auf Jupiter gerichtet, doch die Durststrecke ist fast vorüber. Der Riesenplanet wird ab diesem Jahr für Europäer wieder brauchbare Kulminationshöhen erreichen. Dieses Jahr werden es rund 38° sein und 2011 sogar schon 51°.

Seit meiner letzten Aufnahme im Jahr 2006 gab es einige Veränderungen in der Jupiter-Atmosphäre. Zuletzt ist das SEB scheinbar völlig verschwunden! Es ist und bleibt spannend auf dem Riesenplanet – wann wird es das Revival des SEB geben und wie wird das von statten gehen?
- 4 Jahre Pause -
Opposition 2006 (1 Bild)
Miniaturansicht Leider erreichte Jupiter dieses Jahr nur sehr bescheidene Höhen bis ca. 25°. Daher war der Blick zum größten Planeten in der Regel eher eine Enttäuschung. Es gibt daher bisher nur eine brauchbare Aufnahme.

Für einige Zeit wird das auch nicht besser werden. Denn Jupiters Deklination wird immer niedriger und erreicht 2009 mit ca. -22° ihren Tiefstand. Erst bei der Opposition 2010 erreicht Jupiter mit ca. -2° wieder eine deutlich höhere Deklination und wird für die Beobachter hier in Deutschland wieder interessanter. 2010 gibt es dabei übrigens eine enge Begegnung mit Uranus!
Opposition 2004 (15 Bilder)
Leider war 2004 die Zeit um die Opposition von schlechtem Wetter gezeichnet, weswegen ich von der Opposition kaum Bildmaterial habe. Erst viele Wochen später wurde es etwas besser. Unglücklicherweise wird es die nächsten Jahre noch schlechtere Bedingungen geben, weniger wegen dem Wetter, sondern vor allem wegen der geringen Höhe über dem Horizont.

Zumindest gab es bei einer Beobachtung in den Alpen sehr gute Bedingungen, bei denen ich auch die Jupitermonde aufgenommen habe. Sogar grobe Albedodetails sind auf Ganymed auszumachen!
Opposition 2003 (22 Bilder)
Miniaturansicht Einige klare Nächte haben eine fast kontinuierliche Beobachtung der Opposition möglich gemacht. Am 23.03.2003 konnte ich sogar mein 6" Maksutov-Cassegrain von Intes voll ausreizen. Mehr Details sind nur mit größerer Öffnung machbar.

Meine ersten Versuche, Oberflächendetails auf Ganymed abzubilden – teils auch geglückt. Ebenfalls habe ich zwei scheinbar enge Begegnungen zwischen zwei Monden beobachten und fotografieren können.
Opposition 2002 (4 Bilder)
Miniaturansicht Da ich 2002 erst mit der digitalen Planetenfotografie angefangen habe, sind die Ergebnisse eher dürftig... Das Equipment war noch nicht optimal abgestimmt. Die Ergebnisse haben mich jedoch motiviert in die Videoastronomie tiefer einzusteigen und mich mit der EBV zu beschäftigen.
Chemische Fotografie (2 Bilder)
Miniaturansicht Chemische Planetenfotografie ist äußerst schwierig und verspricht nicht so viele Details, weswegen sie durch die Webcam-Technik verdrängt wird.