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Die Astronomie-Seiten von Mario Weigand

Der TMB 152/1200 mm Fraunhofer Refraktor

Allgemeines

Für etwa ein Jahr habe ich zur H-Alpha-Beobachtung mit SolarSpectrum-Filter den 127/1200 mm Refraktor von Teleskop-Service verwendet. Tagsüber ist das Seeing zwar meist nicht so gut, dennoch kam es vor, dass das Gerät manchmal an seine Grenzen stieß. Zudem ist die China-Optik nicht mit einer guten Mechanik versehen. Gerade der Okularauszug, der einen größeren Hebel aushalten muss hat stehts geshiftet und rotiert.

Der Wunsch nach einer etwas größeren Optik mit einer deutlich besseren Mechanik hat mich schließlich dazu gebracht einen Fraunhofer Refraktor von TMB extra für die Sonnenbeobachtung zu kaufen. Dieser verfügt über eine sehr gute Optik und die Mechanik ist ebenfalls vernünftig, es kommt ein FeatherTouch Okularauszug zum Einsatz (zuvor ein William-OAZ). Die Linsenfassung ist sehr solide und nicht aus Plastik, wie beim TS-Refraktor. Der Tubus ist sehr leicht und das gesamte Gerät wiegt nur 12 kg – wenig für einen Refraktor mit 6" Öffnung.

Aus der Praxis

Ich bin mit dem Gerät sehr zufrieden. Der für einen 6" f/8 FH übliche Farbfehler macht sich bei hellen Objekten natürlich bemerkbar. Davon abgesehen ist die Abbildung aber sehr gut. Bei der Sonne ist bei der Weißlichtbeobachtung ein Grünfilter zusätzlich zum Herschelkeil sehr sinnvoll, um einen besseren Kontrast zu erzielen. Für H-Alpha spielt der Farbfehler keine Rolle, bei der Fotografie mit Kalziumfilter ist das Gerät wiederum unbrauchbar. An der Schwelle zum nahen UV bildet die Optik leider nicht mehr scharf ab.

Bei der Mechanik habe ich noch etwas nachbessern müssen. Der ursprünglich verbaute Crayford-Okularauszug von William Optics lief zwar recht gut und genau, wegen dem großen Hebel meines H-Alpha-Systems kam es jedoch nach wie vor zur Durchbiegung. Das Problem trat besonders stark beim Einsatz eines Binokularansatzes auf, da hier das Gewicht am größten ist.

Inzwischen ist der Williams-OAZ daher einem 2,5" FeatherTouch von Starlight Instruments gewichen, der die gewünschte Stabilität liefert. Als Zwischenschritt war auch ein 2" Cayford FeatherTouch im Einsatz, der jedoch auch nicht ausreichte. Ein vernünftig gebauter Zahntrieb-Okularauszug ist einem Crayford einfach überlegen und kommt, wie in diesem Fall, auch mit sehr schwerem Zubehör und großem Hebel zurecht. Zudem beitet der 2,5" Starlight Auszug die Möglichkeit einer Schraub-Adaption, was bei seinem kleinen Bruder nicht geht.

Hier einige Vor- und Nachteile, die mir bisher aufgefallen sind:

Datenblatt
Öffnung:152 mm
Brennweite:1200 mm
Resultierendes Öffnungsverhältnis:f/8
Gewicht ohne Rohrschellen:12 kg
Fotografische Ergebnisse

Meine bisherigen fotografischen Ergebnisse können sich sehen lassen und nicht nur in der H-Alpha-Beobachtung. Die Kombination mit einem Herschelkeil, Grünfilter und einer modernen Planeten-Kamera von The Imaging Source ermöglicht Weißlichtaufnahmen mit hoher Auflösung. Detailreiche Übersichtsbilder der Sonne gelingen mit einer CCD-Kamera am Herschelkeil.

Beispielbilder
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