Omeganebel M17 & Sternhaufen M18
Kommentar: Das Sternbild Sagitarius ist reich an Emissionsnebeln. Ein schönes Beispiel ist Messier 17, auch Omeganebel genannt, im Norden des Sternbildes. Mit rund +6,00 mag scheinbare Helligkeit ist das 11' große Objekt bei guten Bedingungen leicht mit bloßem Auge auszumachen. M17 erhält die Energie, die ihn zum Leuchten bringt, von jungen Sternen in seinem Inneren. Diese sind jedoch im sichtbaren Licht verhüllt und können nur im IR beobachtet werden. Der Omeganebel ist nicht einheitlich Wasserstoff-rot, die vielen Nuancen entstehen durch variierende Überlagerungen mit schwachen Reflexionsnebel-Anteilen.

Das zweite Glanzlicht auf diesem Bild ist der junge offene Sternhaufen M18. Er fällt in einem Fernglas sofort auf, mit den vielen Hintergrundstern versinkt er jedoch fast ein wenig im Bild. Rund 15 auffallende Sterne – die hellsten Mitglieder – sind locker über ein Gebiet mit 0,2° Durchmesser verteilt.
Trumpler-Klassifikation von Messier 18: II 3 p n

Die Aufnahme entstand in einer Nacht unter Alpenhimmel. Am 1. Juli 2011 sind 20 Minuten je Farbe und 110 Minuten für die Luminanz, sowie 50 Minuten H-Alpha zusammen gekommen. Insgesamt habe ich rund 3,6 Stunden mit der SBIG STL-11000M am Pentax 105/670 Astrograph belichtet.

Veröffentlichungen dieses Bildes

Foto-Hinweise: Nebel in der Sommermilchstraße
Adlernebel M 16 Das Paar Lagunen-Nebel M 8 und Trifidnebel M 20
Nordamerikanebel NGC 7000 Eine Aufnahme mit der kürzeren Brennweite des Pentax 75 SDHF zeigt NGC 7000 und IC 5070 gemeinsam.
Der Pelikannebel IC 5070 als Bicolor-Komposit (H-Alpha & OIII) nach Steve Cannistra NGC 6914 – Blau und Rot nördlich von Sadr (γ Cyg)
Das Nebelgebiet IC 1318 unweit des Sterns Sadr (γ Cyg) Der Wolf-Rayet-Stern HD 192163 (WR 136) macht auf sich aufmerksam... Der Crescent-Nebel

zu Messier 17 (NGC 6618)
Links zu Messier 18 (NGC 6613)