Lagunennebel M8, Trifidnebel M20 & Sternhaufen M21 Trifidnebel M20 und Lagunennebel M8
Kommentar: Dieses Bild zeigt zwei Glanzlichter des Sommerhimmels: M8, der Lagunen-Nebel und M20 der Trifid Nebel. Die Bezeichnung Lagunen-Nebel bekam M8 aufgrund, eines dunklen Kanals, der ihn durchzieht. Der Nebel ist etwa 3000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Der Trifid Nebel bekam seinen Namen von den drei dunklen Staubstreifen, die ihn in drei Teile teilen. Der rote Teil ist ein Emissionsnebel, der vom Dreifachstern CC 24537 zum Leuchten angeregt wird. Der schwächere blaue Teil ist ein Reflexionsnebel um einen heissen blauen O-Stern. Die beiden Nebel liegen etwa 1,5 Grad voneinander entfernt.

Verziert wird das Motiv weiterhin durch zum Teil auffällige Sternhaufen. Zum einen der knapp nordöstlich des Trifidnebels stehende offene Sternhaufen M21. Weiterhin ist links unten im Bild der kleine Kugelsternhaufen NGC 6544 zu sehen. Das Licht seiner Sterne wird durch interstellare Materie stark geschwächt; die Extinktion sorgt gleichzeitig durch ihre Wellenlängenabhängigkeit für eine Verfärbung zum Roten hin. Weitere Objekte verrät das Mouseover.
Trumpler-Klassifikation von Messier 21: I 3 m

Die Aufnahme entstand in zwei Nächten unter Alpenhimmel. Am 3. Juli 2011 sind 10 Minuten je Farbe und 90 Minuten für die Luminanz zusammen gekommen. Am 5. Juli folgten nochmals 10 Minuten je Farbe, 30 Minuten Luminanz und 110 Minuten H-Alpha. Insgesamt habe ich rund 4,8 Stunden mit der SBIG STL-11000M am Pentax 105/670 Astrograph belichtet.

Das obige Bild ist eine reine H-Alpha+LRGB-Ausarbeitung, eine reine H-Alpha-Version ist hier zu sehen.


Links zu Messier 8 (NGC 6523)
Links zu Messier 20 (NGC 6514)
Links zu Messier 21 (NGC 6531)