SkyTrip.de

Die Astronomie-Seiten von Mario Weigand

Größe des Bildfeldes berechnen

Wenn die Planung eines Fotomotivs ansteht ist es wichtig, die Größe des Bildfeldes zu kennen. Das Bildfeld ist von der Brennweite und der Größe der Kamera-Sensors abhängig. Berechnen lässt sich der Bildwinkel Δ über die Formel: Δ=2· arctand2 · f Dabei ist d die Breite oder Höhe des Chips und f die Brennweite des Objektivs oder des Teleskops. Beide Längen sind in der gleichen Einheit einzugeben, z.B. in mm.

Häufige Chipformate
FormatChipgröße B × H FormatChipgröße B × H
Vollformat 36 mm × 24 mm Canon APS-C 22,5 mm × 15 mm
Nikon DX APS-C 23,7 mm × 15,6 mm Four Thirds 17,3 × 13 mm
Beispielrechnungen
Mit der obigen Formel lässt sich die Bildfeldgröße in Abhängigkeit der Brennweite auch grafisch darstellen. Die Diagramme unten sind für die zwei wichtigsten Chip-Formate gerechnet: Vollformat und APS-C. Bei letzterem habe ich das Canon-Format gewählt, das Nikon-DX-Format ist aber nur unwesentlich größer. Jeweils für beide Chipkanten sind die Werte ablesbar.
Zur Orientierung sind auch die ungefähren Winkelausdehnungen von beliebten Motiven eingezeichnet: die Sternbilder Orion und Ursa Major, sowie das Wintersechseck.



Das gleiche noch einmal für höhere Brennweiten. Hier sind als Indikatoren die ungefähren Durchmesser der Hyaden, Plejaden, Sonnenkorona und Mond (≅ Sonne) eingezeichnet. (Die Ausdehnung der Korona kann stark variieren!)



Für den Mond sieht die Situation also so aus, dass er bei Vollformat-Sensoren oberhalb von etwa 2700 mm und beim APS-C-Format ab 1700 mm beschnitten wird. Es ist natürlich zu beachten, dass der Winkeldurchmesser des Mondes aufgrund der nicht kreisförmigen Bahn um 13%, bzw. zwischen 0,485° und 0,556° schwankt.



[01.02.2018]