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Die Astronomie-Seiten von Mario Weigand

Formelsammlung für Beobachter

Hier sind einige Berechnungsgrundlagen, die für die visuelle Beobachtung relevant sind.

Blendenzahl des Teleskops

Die Blendenzahl ist der Quotient aus Brennweite [mm] und Öffnungsdurchmesser [mm] und einfach der Kehrwert der des oft angegebenen Öffnungsverhältnisses. Kleine Blendenzahlen oder große Öffnungsverhältnisse stehen dabei für eine hohe Lichtstärke der Optik. F=fTD

Vergrößerung

Die Vergrößerung berechnet sich aus den beiden Brennweiten von Teleskop und Okular. Je kürzer die Okularbrennweite und je größer die Teleskopbrennweite, desto höher ist die Vergrößerung. V=fTfO

Austrittspupille

Die Austrittspupille ist der Durchmesser des Lichtkegels beim Austritt aus der Augenlinse des Okulars. Beim der Auswahl von Okularen ist darauf zu achten, dass sie nicht größer als der Maximaldurchmesser der Pupille des Auges ist. Ansonsten wird ein Teil des vom Teleskop gesammelten Lichts abgeblendet. φAP=DV=fOF

Mindestvergrößerung

Die Austrittspupille sollte nicht größer als der maximale Pupillendurchmesser des Auges sein (s.o.). Daraus folgt eine Mindestvergrößerung, die nicht unterschritten werden sollte. Die Pupille hat bei maximaler Weitung einen Durchmesser von 7 mm, wobei der Wert mit dem Alter abnimmt. Vmin=D7 mm

Maximalvergrößerung

Die Vergrößerung kann nicht (sinnvoll) beliebig hoch geschraubt werden, da das Bild irgendwann nicht mehr scharf wirkt und dunkel wird. Die Grenze ist schwer festzumachen, jedoch gibt es eine Faustformel: Die Vergrößerung sollte nicht das Doppelte des Öffnungsdurchmessers in mm übersteigen. Vmax=D·2mm

Wahres Gesichtsfeld

Okulare weisen sehr verschieden große scheinbare Gesichtfelder auf. Von etwa 30° bis 120° reichen die derzeit erhältlichen Modelle. Damit ist der Winkel gemeint, unter dem uns das Bild erscheint. Das verrät noch nichts über die tatsächliche Größe des sichtbaren Himmelsareals – das wahre Gesichtsfeld &ndash aus. Darauf lässt sich jedoch zusammen mit der Vergrößerung schließen. φW=φSV

Auflösungsvermögen eines Teleskops

Die Fähigkeit, mit einem Teleskop feine Details eines Objekts aufzulösen hängt von zwei Faktoren ab: der Wellenlänge des Lichts und dem Öffnungsdurchmesser des Teleskops. Mit der folgenden Näherungsformel lässt sich das Auflösungsvermögen nach Rayleigh abschätzen. θmin0,252·λD