Die Plejaden und ihre neblige Umgebung
Kommentar: Wieder einmal ein Bild der Plejaden...? Ja, doch dieses Mal habe ich über 12 Stunden Belichtungszeit gesammelt, über drei Nächte verteilt. Daher ließen sich die schwachen Nebel in der Umgebung deutlich besser darstellen.

Hintergrund : Die berühmten Plejaden sind ein offener Sternhaufen im Sternbild Stier. Mit nur 440 Lichtjahren Entfernung stehen sie quasi in unserer kosmischen Nachbarschaft und sind mit bloßem Auge zum Teil aufzulösen. Der Stern Asterope liegt an der Sichtbarkeitsgrenze für das Auge. Insgesamt zählt der Haufen rund 500 Sterne verteilt über ein 2° großes Himmelsareal. Die Plejaden sind rund dreimal so weit entfernt, wie die bei Aldebaran stehenden Hyaden.

Der Sternhaufen trägt im deutschen Sprachraum auch den Namen Siebengestirn, die 9 hellsten Sterne tragen Namen aus der griechischen Mythologie. Sie wurden nach den sieben Töchtern der Atlas und der Pleione benannt: Alcyone, Asterope (ein Doppelstern), Electra, Maia, Merope, Taygeta and Celaeno.

Die jungen, heißen B-Sterne sind von Reflexionsnebeln umgeben, die deren Licht reflektieren. Daher erscheinen auch die Nebel in einem kühlen Blau. Der hellste Bereich des Nebels umgibt den Stern Merope, welcher auch mit einem guten Richfield-Teleskop oder Großfeldstecher gesehen werden kann. Es handelt sich dabei nur um eine zufällige Begegnung des Sternhaufens mit interstellaren Wolken. Es sind keine Reste aus der Entstehungsphase der Plejaden.
Trumpler-Klassifikation von Messier 45: I 3 r n

Zur Aufnahme : In den Nächten vom 27., 29. und 30. September 2011 gelangen mir in den Alpen neue Aufnahmen der Plejaden. Aufnahmeoptik war der 105/670 mm APO von Pentax. Mit der STL-11000M habe ich insgesamt 720 Minuten für die Luminanz und 60 Minuten für jede Farbe belichtet. Dank des dunklen Alpenhimmel zuammen mit der langen Belichtungszet sind auch weite Ausläufer der Plejadennebel zu erkennen. Eine ältere Aufnahme mit deutlich weniger Belichtungszeit finder sich hier.





Veröffentlichungen dieses Bildes

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