Die Plejaden in Großaufnahme
Kommentar: Und auch dieses Jahr gibt es ein neues Plejadenbild. Diesmal hatte ich Glück mit dem Seeing und ich konnte bei längerer Brennweite aufnehmen. Die vielen feinen Filamente der Reflexionsnebel sind daher gut aufgelöst und auch der kleine Merope-Nebel ist zu erkennen.

Hintergrund: Die berühmten Plejaden sind ein offener Sternhaufen im Sternbild Stier. Mit nur 440 Lichtjahren Entfernung stehen sie quasi in unserer kosmischen Nachbarschaft und sind mit bloßem Auge zum Teil aufzulösen. Der Stern Asterope liegt an der Sichtbarkeitsgrenze für das Auge. Insgesamt zählt der Haufen rund 500 Sterne verteilt über ein 2° großes Himmelsareal. Die Plejaden sind rund dreimal so weit entfernt, wie die bei Aldebaran stehenden Hyaden.

Der Sternhaufen trägt im deutschen Sprachraum auch den Namen Siebengestirn, die 9 hellsten Sterne tragen Namen aus der griechischen Mythologie. Sie wurden nach den sieben Töchtern der Atlas und der Pleione benannt: Alcyone, Asterope (ein Doppelstern), Electra, Maia, Merope, Taygeta and Celaeno.

Die jungen, heißen B-Sterne sind von Reflexionsnebeln umgeben, die deren Licht reflektieren. Daher erscheinen auch die Nebel in einem kühlen Blau. Der hellste Bereich des Nebels umgibt den Stern Merope, welcher auch mit einem guten Richfield-Teleskop oder Großfeldstecher gesehen werden kann. Es handelt sich dabei nur um eine zufällige Begegnung des Sternhaufens mit interstellaren Wolken. Es sind keine Reste aus der Entstehungsphase der Plejaden.
Trumpler-Klassifikation von Messier 45: I 3 r n

Zur Aufnahme: In der Nacht auf den 15. November 2012 gelangen mir in den Alpen neue Aufnahmen der Plejaden. Aufnahmeoptik war der TEC ED APO 160/1280 mm. Mit der STL-11000M habe ich insgesamt 130 Minuten für die Luminanz und 40 Minuten für jede Farbe belichtet.

Veröffentlichungen dieses Bildes



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