Herkules & Atlas bei hohem Sonnenstand Mondfoto: Herkules & Atlas bei hohem Sonnenstand
Kommentar: Im Nordöstlichen Teil des Mondes, zwischen Lacus Mortis und Lacus Temporis findet sich ein bemerkenswertes Kraterpaar: Atlas & Hercules. Hercules hat einen Durchmesser von etwa 69 km und seine Kraterwälle erheben sich über 3000 Meter über über die von Lava überflutete Ebene. Über die fleckige Ebene erheben sich nur wenige kleine Hügel, die schwierig zu beobachten sind. Der nicht ganz mittig positionierte Zentralberg wurde zum größten Teil unter Lava begraben.
Das wohl markanteste Merkmal von Hercules ist wahrscheinlich Hercules G, der 13 km große Krater nahe der Mitte. Der südliche Abschnitt des Ringwall wird durch den 9km großen Hercules E unterbrochen.

Der Krater Atlas ist eine der interessantesten Strukturen des jungen, 4 Tage alten Mondes. Neben dem dezentral gelegenen, 300 Meter hohen Zentralberg gibt es zahlreiche Furchen und Rillen (Rimae Atlas), die die Kraterebene durchziehen. Man geht davon aus, dass diese Furchen vulkanischen Ursprungs sind. Weiterhin findet man einige Terassen und Abrutschkanten entlang des inneren Randes des Kraterwalls. Bei hohem Sonnenstand, wie auf dieser Aufnahme, fallen zwei dunklen Flecken auf, bei denen es sich wahrscheinlich um vulkanische Asche handelt.